In Deutschland gilt seit dem 01. Januar 2009 ein generelles Internet-LOTTO-Verbot [ öööhhh, schon wieder ein Verbot ??!!...]. Internet-Anbieter nutzen dennoch den derzeit hohen Jackpot im LOTTO 6aus49 für illegale Spielangebote aus dem Ausland. Da die vermeintlichen Spielverträge ohne gesetzliche Grundlage zustande kommen und folgerichtig nicht an die staatlichen Veranstalter weitergeleitet werden können, besteht kein Gewinnanspruch gegenüber dem staatlichen LOTTO. Auch die Verbraucherzentralen warnen. „Stellen Sie sich vor, Sie haben sechs Richtige und Superzahl, aber statt des Gewinns erwartet Sie nun eine Anklage wegen illegalen Glücksspiels“ beschreibt Hansjörg Höltkemeier, Vorstand der Deutschen Klassenlotterie Berlin, die möglichen Folgen einer illegalen Spielteilnahme im Internet. Im aktuellen Fall hatte ein bekannter Internet-Lottovermittler seine Kunden im Dezember davon in Kenntnis gesetzt, dass man die Spielabwicklung nunmehr aus technischen Gründen an eine Londoner Tochterfirma übertragen würde und dass deshalb auch die Änderung der Internet-Adresse auf eine „.com“-Domain zu ändern sei. Im Januar wurde diese Tochterfirma dann abgespalten und seitdem werden die Spieleinsätze einbehalten, ohne dass dafür Lottoscheine bei den deutschen Lottogesellschaften erworben werden. In der Kommunikation auf der Website und in den als Newsletter titulierten „Jackpot-Mails“ wird indessen weiter der Eindruck erweckt, als würden die Spieler mit ihren Einsätzen am staatlich garantierten LOTTO teilnehmen. Im „Gewinnfall“ besteht nunmehr bestenfalls ein Anspruch gegen das britische Unternehmen. Ob und wie diese als Ltd. geführte Gesellschaft (vergleichbar der deutschen GmbH) z.B. einen Jackpotbetrag aufbringen kann und wie der Gewinnanspruch aus Deutschland geltend gemacht werden kann, bleibt unklar.



Gericht erlaubt Lotto-Spiel im Internet
Hier noch ein Nachtrag zu meinem Artikel aus Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,603284,00.html
Es herrscht aber weiterhin Verwirrung über Gewinnansprüche etc., etc.
Ja, die Firma kann das Geld aufbringen. Leider ist es so, dass alle auf den guten (und selbstverständlich *nicht* geldsüchtigen!!???!!!) Staat vertrauen, der neuerdings entscheidet, was und was nicht süchtig macht (abhängig vom Anbieter, selbstverständlich, Lotto im Internet bei LOTTO macht natürlich NICHT süchtig … gehts noch???), und niemand auf private Firmen, die vorher absolut hochgelobt wurden und deren Vertrauenswürdigkeit da auch nicht angezweifelt wurde. Immerhin war es auch nicht die Entscheidung der Firma, die Arbeitsweise re. Lotto zu ändern, aber sollen sie lieber zumachen und ihre 150 Mitarbeiter an die Luft setzen??? Eine frustrierte Bekannte von jemandem, der da arbeitet (wie lange noch …?) …